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Wie kann man Online Tests verfälschungssicher gestalten?

Üblicherweise gibt es Vorbehalte, auf Tests zu vertrauen, die sozusagen unüberwacht bzw. unkontrolliert durchgeführt werden. cut-e als Experte im Online Assessment muss immer wieder auf solche Fragen reagieren. Die häufigsten Fragen in diesem Kontext haben wir für Sie beantwortet.
 

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Personentäuschung
Beim Einsatz von Online Assessment sind Unternehmen immer wieder verunsichert, ob die Kandidaten die Tests eigenständig durchführen oder nicht einfach eine andere Person gewählt wird, von der man vermutet, dass sie den Test besser absolviert als man selbst. Woher weiß man also, dass der Kandidat den Test eigenständig bearbeitet hat?

Grundsätzlich bietet der Einsatz von Online Assessment einen effektiven Nutzen bei der Auswahl von Personal. Im Einsatz bei der Vorauswahl geht es immer zunächst darum, Bewerber mit nicht ausreichenden Testergebnissen auszusortieren (sog. Negativselektion). Ein Bewerber, der auf Grundlage seiner Testergebnisse zu einem Vorstellungsgespräch und/oder einem Assessment eingeladen wird, kann und sollte vor Ort nachgetestet werden (sog. Retest). Spätestens dann wird es auffallen, wenn diese Testergebnisse sich deutlich von den ersten unterscheiden.

Zudem kann das Vorschalten von Warnhinweisen den Kandidaten diesbezüglich sensibilisieren. Wenn die Bewerber darüber aufgeklärt sind, dass Täuschungsversuche beim Online Assessment unangenehme Konsequenzen haben können, überlegen sie es sich sehr genau, ob sie die Chance z. B. auf einen Ausbildungsplatz auf‘s Spiel setzen. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen aber, dass Betrugsversuche eigentlich keine Rolle spielen.

Trainieren von Tests
Grundsätzlich können kognitive Fähigkeiten trainiert werden. Dies bedeutet, dass auch die Leistungen in Online Tests verbessert werden können. Für die Auswahlentscheidung spielt dies aber keine Rolle, da sich Leistungsverbesserungen nur dann einstellen, wenn die Tests längerfristig trainiert werden.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie bräuchten einen guten 1.000 m Läufer. Zur Auswahl des besten Läufers nehmen Sie deren Laufzeiten als Entscheidungsbasis. Trainiert ein Teilnehmer den 1.000 m Lauf einen Tag vor dem Testlauf ganz intensiv, so hat es keinen, vielleicht sogar einen negativen Effekt. Trainiert er seine Lauffähigkeiten aber kontinuierlich über ein halbes Jahr
vorher, so verbessert er sicher seine Leistung. Sie als Entscheider werden dies honorieren und freuen sich über die guten Leistungen des Teilnehmers. Die Kompetenz hat der Teilnehmer aber nachhaltig erworben und sie ist Ihnen schließlich von Nutzen. Genauso verhält es sich mit kognitiven Fähigkeiten. Wichtig ist allerdings, dass ein Teilnehmer sich mit den Bedingungen vertraut machen kann, der Läufer die Laufstrecke und der Testteilnehmer Beispielaufgaben in Augenschein nehmen kann, was auch eine wichtige Voraussetzung für die Testfairness ist.

Musterlösungen
In der Tat stellt in der heutigen Zeit die Zugänglichkeit von Musterlösungen in Internetforen ein konkretes Problem für herkömmliche Testverfahren dar. Daher sollte man bei der Auswahl von Online Tests darauf achten, dass diese nicht statisch sind, sondern unterschiedliche Versionen aus einem großen Itempool bilden oder sog. Itemgeneratoren nutzen. Somit bekommt jeder Teilnehmer seine eigene Testversion, Musterlösungen helfen dem Bewerber also nicht weiter. Über einen Itempool kann eine unzählige Anzahl von Parallelversionen erzeugt werden, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Teilnehmer den gleichen Test bearbeiten, geringer ist als zehnmal hintereinander sechs Richtige im Lotto zu haben. Über die Bestimmung einzelner Aufgabenschwierigkeiten ist zudem sichergestellt, dass die Schwierigkeit des gesamten Tests für jeden Teilnehmer gleich ist.

Hilfsmittel
Die Herausforderung liegt hier schon bei der Testentwicklung. Die Testaufgaben müssen so konzipiert sein, dass die Verwendung von Hilfsmitteln überhaupt keinen Vorteil bietet. Wird z. B. ein Test zur Messung der Rechenfertigkeit eingesetzt, so sollte dieser so konstruiert sein, dass die Zuhilfenahme eines Taschenrechners gar nichts nützt. Zum Beispiel müssen die Leerstellen einer Gleichung dabei so gefüllt werden, dass sich die angegebene Lösung ergibt. Es geht also um einen sicheren und schnellen Umgang mit Gleichungen.

Den kompletten Artikel können Sie sich hier herunterladen.

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