Projekt mit der Universität Duisburg-Essen

Sich gut konzentrieren zu können, ist in vielen Tätigkeiten und Positionen von grundlegender Bedeutung. Zur Beurteilung des Konzentrationsvermögens eines Bewerbers bietet cut-e ein spezielles Testverfahren aus der Testbatterie scales an: e3✛. Dieser wurde nun in einer Studie der Uni Duisburg-Essen genauer untersucht. Wie gut erfasst er das Konzentrationsvermögen, und wie hängt diese Fähigkeit mit Müdigkeit und Anspannung zusammen?

Der e3+ wurde Studienteilnehmern zusammen mit einem etablierten Papier-Bleistift-Test zur Erfassung des Konzentrationsvermögens, dem d2-R (Brickenkamp, Schmidt-Atzert & Liepmann, 2010), vorgelegt. Der scales e3+ erwies sich dabei als zuverlässiges Verfahren, das große Überschneidungen mit dem d2-R aufweist und demnach ebenfalls das Konzentrationsvermögen reliabel und valide erfasst. Darüber hinaus ergab die Studie, dass bei einer wiederholten Durchführung des e3+ kaum Trainingseffekte auftreten. Daher eignet er sich besonders gut zu Auswahlzwecken. Teilnehmer, die den Test bereits einmal bearbeitet haben, sind anderen gegenüber, die das Verfahren noch nicht kennen, nicht wesentlich im Vorteil. Schließlich ergaben sich noch erste Hinweise darauf, welcher psychische Zustand für die Testleistung besonders vorteilhaft ist: Wachheit und ein gewisser Grad an Anspannung. Hier sind aber Folgestudien erforderlich.

Die Leiterin der Studie, Dipl. Psych. Christiane Fricke-Ernst vom Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie (Prof. Dr. Annette Kluge) an der Universität Duisburg-Essen, kommentiert zur vorliegenden Studie: „Wir befassen uns unter anderem mit der Frage, wie lange wir uns ohne Pause konzentrieren können, welche Tätigkeiten sich in einer Pause zur Regeneration besonders eignen oder wie stark das Konzentrationsvermögen beeinträchtigt wird, wenn wir müde werden. Das ist beispielsweise für Fluglotsen entscheidend. Dafür sollte ein Test zur Messung der Konzentration möglichst wenig trainierbar sein, wie das beim scales e3+ der Fall ist. Da der Test außerdem online durchgeführt und automatisch ausgewertet wird, stellt er ein sehr ökonomisches Verfahren dar. Die zufällige Itemgenerierung verringert die Wahrscheinlichkeit eines Übungseffekts, so dass der Test nicht nur für die Praxis, sondern auch für die Forschung sehr gut geeignet ist.“